Die Datenbank Analysenverfahren für chemische Substanzen am Arbeitsplatz (Analytical methods for chemical agents at workplaces - AMCAW) enthält geeignete validierte Messverfahren zur Messung von Gefahrstoffen in der Luft am Arbeitsplatz. In Abhängigkeit von ihrer Relevanz im Arbeitsschutz werden wichtige Stoffe aufgeführt und die ihnen zugehörigen Methoden anhand europäischer Standards hinsichtlich ihrer Eignung und Qualität bewertet. Als Kriterien für die Stoffauswahl dienen unter anderem die Anzahl der verfügbaren Analysen für einen Stoff, die Existenz eines EU-Grenzwerts und die Relevanz des Stoffs für den Arbeitsschutz.
AMCAW bietet einen schnellen und einfachen Überblick über unterschiedliche Messverfahren verschiedener Arbeitsschutzinstitutionen für Gefahrstoffe am Arbeitsplatz. Die Recherche eines Gefahrstoffs erfolgt über seine CAS-Nummer oder über den Stoffnamen. Nach Auswahl eines Stoffs öffnet sich eine Tabelle mit den wichtigsten Angaben zur jeweiligen Analysemethode, darunter Sprachversion, Publikationsjahr und eingesetzte Analysentechnik (z. B. HPLC-DAD oder GC-FID).
Ein integriertes Drop-down-Menü zeigt die zentralen methodischen Kenndaten in übersichtlicher Form an. Dazu zählen das Methodenprinzip, die Probenahmebedingungen, die Probenaufarbeitung, die verwendete Analysenmethode, die Nachweisgrenze, die Bestimmungsgrenze, der Arbeitsbereich der Methode sowie die erweiterten Messunsicherheiten.
Zusätzlich wird jedes Messverfahren einer systematischen Bewertung unterzogen. Methoden mit dem Ranking "A" erfüllen die allgemeinen Anforderungen der DIN EN 482 sowie die spezifischen Anforderungen der DIN CEN/TR 17055 und/oder der EN 13205-Reihe. Erfüllt eine Methode die Anforderungen der DIN EN 482 nicht und besitzt auch nicht das Potenzial, diese zu erfüllen, erhält sie das Ranking "C". Das Ranking "B" und eine detailliertere Erläuterung der Einstufung sind unter Indikative Bewertung der Messverfahren zu finden. Für weitergehende Informationen zur ausgewählten Methode sind ihre Originalquellen verlinkt.
Das Projekt wurde überwiegend von der Europäischen Kommission und der EFTA sowie der europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) gefördert. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) als Sekretariat des CEN TC 137 unterstützte die Organisation des Projekts.
An der Erstellung der Datenbank waren Fachleute aus zehn europäischen Instituten beteiligt:
Die Datenbank wurde 2023 durch das IFA grundlegend überarbeitet und aktualisiert. Sie basiert nun auf einer modernen Datenbankplattform, wodurch die Nutzerfreundlichkeit deutlich verbessert wurde. Bisher wurden Daten zu 151 Stoffen erfasst. Die Anzahl der nachschlagbaren Gefahrstoffe soll in den kommenden Jahren kontinuierlich wachsen.
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